rdmodels - Modellstraßenbahn nach Dresdener Vorbild

Letzte Änderung: 09.11.2021

Frisur der Dresdner ET / EB 57 von H&P


--->Homepage ---> Anleitungen ---> Beschriftungen ---> Antrieb ET 57 + G4

Zweirichtungsfahrzeuge ET / EB 57 ... 60 ------------------------------------------

TW 1571 - ET57

BW 1402 - EB57

TW 1575 - ET57

BW 1447 - EB60

Innenausbau

Einrichtungsfahrzeuge ET / EB 57 ... 60 - noch in Arbeit ----------------------------------------------------
TW in Arbeit BW in Arbeit


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

TW 1571 - ET 57

Das Vorbild des TW 1571 habe ich auf einem Foto im Straßenbahnmuseum Dresden gesehen. Das Modell zeigt den Auslieferungsustand 1957.
Bild Bild Bild Bild
Dieser TW war wohl der erste Gothawagen in Dresden.
Charakteristisch für die Werksausführung der Fahrzeuge waren die breiten Silberzierleisten mit Latz an den Fronten.
Außerdem besaßen sie an den Ecken unter dem Dach 2 Zierleisten.
Die Dresdner Wagen hatten die typischen 3 braunen Zierstreifen und die Fahrgestelle waren grün lackiert.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------

BW 1402 - EB 57

Als Vorbild habe ich ein Foto des BW 1402 von 1966 genommen, welches die ursprünglichen Aluzierleisten mit Latz hat.
Bild Bild Bild Bild Bild
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

TW 1575 - ET 57

Ein Vorbildfoto des TW 1575 findet man im Buch "Bilder von der Dresdner Straßenbahn" von Gerhard Grundmann auf Seite 72.
Das Modell zeigt den Zustand von 1969.
Bild Bild Bild Bild
Zu dem Zeitpunkt waren die Fahrzeuge offenbar schon einmal neu lackiert, dabei wurden braune Zierstreifen weggelassen. Die silbernen Leisten & die Fenstergummis wurden elfenbein lackiert. Der untere Bereich war grau.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Beiwagen BW 1447 - EB 60 Frisur


Die Beiwagen ab 1960 wurden offenbar ohne Latz an den Fronten ausgeliefert. Im Internet fand ich ein Foto, das dem H&P Bausatz nahekam. Der Rechteinhaber Herr Taplin aus England genhmigte mir die Veröffentichung. Hier ein Bild des Vorbildes von 19971.
Bild Bild
Beim EB 60 gab es nur wenige Verändrungen, so fehlten die Zierleisten in den oberen Fronten. Offenbar gab es auch mal Blinker, die am Vorbild aber abmontiert und mit Blechen verschlossen waren.

Hier ein paar Fotos vom Modell:


Bild Bild
Bild Bild Bild

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

ET /EB 57 Innenausbau der Fahrzeuge


Ich hab die Fahrzeuge mit einem Antrieb ausgestattet, der unterhalb der Sitzflächen liegt und somit kaum noch gesehen werden kann.
Bild
Teile der Inneneinrichtung habe ich neu konstruiert, da sie vom ET 54 - Baustz stammen und nicht richtig stimmen.
Das betrifft die Perrontrennwände zum Innenraum, außerdem die Führerstandstrennwände in den Triebwagen.
Bild

An den Modellen habe ich folgende Veränderungen vorgenommen:


1. Lüftungsgitter über den Eckfenstern angebracht (Ursprungsausführung)
2. Die Rückleuchten durch kleinere ersetzt (Ursprungsausführung), die H&P Rückleuchten entsprechen eher den zuletzt verbauten LKW Rückleuchten.
3. Katzenaugen unter der Stoßstange
Bild
4. silberne/beige Fensterrahmen aufgeklebt
5. Linienschilder in den Seiten, bzw. Beschriftung entsprechend der Vorlage
6. Beschriftung "Ohne Schaffner mit Zahlbox" oder andere entsprechend der Vorlage, Wagennummer & Flügelwappen aufgeklebt
Bild
7. Lackierung innen in braun/gelb/grün (oder braun/hellgelb), Fußboden hellbraun
8. neue Perronwände gefräst, die, dem Bausatz beigelegten, stammen aus dem ET54
9. Sitze grün, Füße hellgrau (mit bedruckter Etikettenfolie beklebt)
Bild Bild
10. Perron- Tür- & Frontfenster neu gefräst, Eckfenster aus Overheadfolie geschnitten & gebogen (teilweise)
11. Kassetten im Perron braun eingeklebt
Bild
12. silberne Griffstangen im Perron- und Türfensten eingeklebt
13. Magnetkupplungen vom T4D angebaut - leider sind diese seitenverkehrt - Kompromiß (Bremsleitungen angeklebt)
14. Zahlboxen gefräst & Bremskurbel eingeklebt
15. Radlager waren abgedeckt, später offen
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Farbgebung der Ursprungsausführung:

1. Wagenkasten Elfenbein RAL 1015 (Schmincke 786 Elfenbein)
2. Dach Grau (Schmincke 700 Steingrau)
3. Grün unten (Schmincke 561 Thurmalingrün)
4. braune Zierleisten (Rubens Premia 616 – Van Dyck Braun)
6. Silber (Schmincke 895)
7. Fensterrahmen & Türgummis mit Bleistift schwärzen
8. Fahrgestell grün Schmincke 561 Thurmalingrün
Fixierung mit Zapponlack (Nitroklarlack) 1:1 mit Nitroverdünnung verdünnt
Klarlack Matt auf Dach & Fahrgestell mit Boesner Firnis Matt 1:1 Terpentinersatz

.........................................

Farbgebung spätere Varianten:

1. Wagenkasten Hellelfenbein RAL 1014 - Schmincke 786 + Titanweiß (Lukas 4008) 1:1
2. Dach Quarzgrau RAL 7039 – Liquitex Neutralgrau 5
8. Fahrgestell Grau unten Quarzgrau RAL 7039 – Liquitex Neutralgrau 5
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Anleitung zum Ausstanzen von kleinen Löchern oder Kreisformen:

notwendiges Werkzeug:
- Bohrer entsprechenden Durchmessers
- Eisenplatte ca. 1-2mm Stärke
- Ständerbohrmaschine
- Schleifscheibe
- Schleifstein

Zum Ausstanzen von Löchern wird zuerst mit dem Bohrer ein Loch in die Stahlplatte gebohrt. Jetzt wird die Unterseite der Stahlplatte mit dem Schleifstein entgratet. Diese Seite ist dann die Seite in die der Stempel eintaucht. Als Stempel wird der Schaft des Bohrers mit der Schleifscheibe plan abgeschliffen. Der Bohrer wird verkehrt herum in die Bohrmaschine gespannt. Die Stahlplatte so darunter gelegt, dass der Bohrer in das Loch eintaucht. Besser ist es die Platte irgendwie zu befestigen. Jetzt kann das auszustanzende Material (Papier, Karton oder Folie) zwischen gelegt werden. Wenn das Material bereits bedruckt ist, muß es sehr genau positioniert werden (am besten mit der Lupe).
Wenn Bohrer und Stahlplatte schön scharfkantig geschliffen und optimal positioniert sind, erhält man schöne runde Löcher oder Kreisformen.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Anleitung zur Herstellung der Rückleuchten:

Als Grundlage für die Rücklichter dient ein 0,3mm PVC-Scheibe, die mit einem 1mm Locheisen ausgestanzt wird.
Auf diese wird ein Tropfen 2K Kleber (Harz, o.ä.) gegeben. Dieses wird vorher mit einer passenden Farbe vermischt.
Bild
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Anleitung zur Herstellung der Scheinwerfer:

Als Grundlage für die Scheinwerfer dient eine Silberfolie, die mit einem 2,5mmmm Locheisen ausgestanzt wird.
Diese habe ich mit dem gerundeten Griff eines Skalpells nach innen gerundet, so daß das Teil gewölbt ist, wie der Reflektor eines Scheinwerfers. Ein kleiner schwarzer Punkt in der Mitte immitiert die Glühbirne.
Darauf wird ein Tropfen 2K Kleber (Harz, o.ä.) gegeben, so daß das Lampenglas entsteht.
Zum Einsetzen muß der originale Scheinwerfer aufgebohrt werden, in der Mitte ca. 1mm, dann kann man außen mit ca. 2.6mm nur leicht senken.
Das sollte aber alles sehr vorsichtig geschehen, am besten mit einem Handbohrer. Scharfe Bohrer können sich sehr schnell in's Material reinziehen.
Bild
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Anleitung zur Herstellung der braunen Zierlinien:

Die Zierlinien im Dach sind aufgespritzt, diese auszuschneiden wäre wohl zu schwierig.
Die breiteren Zierlinien stelle ich aus Butterbrotpapier her, welches zuerst in der gewünschten Farbe lackiert wird.
Dann erstelle ich mir ein Linienmuster am Computer, das die richtige Breite der Streifen hat und drucke es aus.
Von dem Linienmuster schneide ich schmale Streifen ab, klebe die an die Seiten des Butterbrotpapiers und erhalte damit eine gute Vorlage zum Schneiden.
Dann nehme ich Stahllineal und Skalpell & schneide die Streifen vorsichtig aus.
Bild
Jetzt kann das Ganze vorsichtig auf das Modell aufgeklebt werden. Ich verwende meist wasserlöslichen Leim, dann kann man Fehler auch nochmal ausbessern und der Lack wird nicht beschädigt.
Sind alle Linien & Abziehbilder perfekt, dann muß noch ein schützender Klarlack drüber.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------